Fahreigung

Beratung, Fahrtraining und Abklärung/Erwerb der Fahrerlaubnis

Nach einem Schlaganfall, einem Unfall mit neurologischen und körperlichen Folgeschäden, kreislaufbedingten Erkrankungen oder chronischen neurologischen Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Multipler Sklerose können die entstandenen Behinderungen verkehrsrechtliche Folgen haben, die die Fahreignung der/des Betroffenen einschränken. Voraussetzung für den Erhalt der Fahrerlaubnis ist es, dass einfache und komplexe Anforderungen an die Aufmerksamkeit und Handlungsplanung sowie weitere Leistungen innerhalb einer Gesamtnorm aller Verkehrsteilnehmer liegen.

Zu den Aufgaben der Rehabilitationskliniken der m&i-Klinikgruppe Enzensberg gehört es außerdem, ihre Patienten über die verkehrsrechtlichen Konsequenzen ihrer Erkrankung zu informieren. Das Fahreignungszentrum Allgäu an der m&i-Fachklinik Enzensberg bietet in Kooperation mit Fahrschulen und dem TÜV (Niederlassung Süd in Kempten): Beratung, Eignungsbegutachung, Fahrsicherheitstraining sowie im Rahmen eines Reha/Case Management Supports erforderliche Umrüstungen und Umschulungsmaßnahmen. Eine Überprüfung der Fahreignung und Begutachtung mit Fahrsimulator speziell für Parkinson-Patienten wird an der m&i-Fachklinik Ichenhausen angeboten.

Zur medizinisch-neurologischen und psychologisch-neuropsychologischen Überprüfung stehten ein interdisziplinäres Schlaflabor, computergestützte Testverfahren sowie die Möglichkeit zur Probefahrt am Fahrsimulator zur Verfügung. Im Begutachtungsfalle können reale Fahrproben oder Übungsfahrten auf einem ADAC-Verkehrsgelände zusammen mit einem Fahrlehrer durchgeführt werden.

Hinweise nach Fahrerlaubnisverordnung FeV

Nach § 11 der Fahrerlaubnisverordnung FeV muss ein Bewerber für die Fahrerlaubnis die hierfür notwendigen körperlichen und geistigen Anforderungen erfüllen. Bei Bedenken kann die Fahrerlaubnisbehörde ein ärztliches Gutachten anordnen.

Sie hat nach § 3 iVm § 46 FeV demjenigen die Fahrerlaubnis zu entziehen, der sich als ungeeignet erweist. Dies gilt auch für langjährige Autofahrer. Fahren ohne entsprechende oder mit stark eingeschränkter Eignung ist nach § 315c Strafgesetzbuch (StGB) strafbar.

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