Osteoporose

Knochendichtemessung zur Bestimmung des individuellen Osteoporoserisikos

Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, die durch eine niedrige Knochenmasse und Veränderungen der Feinarchitektur des Knochens gekennzeichnet ist. Dies hat eine vermehrte Knochenbrüchigkeit zur Folge und erhöht das Frakturrisiko vor allem bei Risikopersonen wie Frauen in den Wechseljahren und untergewichtigen Frauen. Empfehlenswert sind Knochendichtemessungen als diagnostische Untersuchung zur weiteren Therapie und Behandlung auch bei weiteren Risikogruppen: Patienten, die langjährig Cortison einnehmen, Diabetiker, starke Raucher, Familien, in denen Osteoporose vermehrt auftritt.

In der Osteoporosediagnostik stellt die standardisierte Knochendichtemessung mit aussagekräftigen Messverfahren (geltender Standard und von den osteologischen Fachgesellschaften empfohlen ist die sogenannte DEXA-Messung an der Lendenwirbelsäule und am Oberschenkelhals) die entscheidende Basis vor der Einleitung einer spezialisierten medikamentösen Therapie und auch zur weiteren Verlaufskontrolle dar. Nicht nur der Knochenmineralgehalt, sondern auch ein gefährdender Verlust an Knochenmasse und damit behandlungsbedürftige Knochenbruchgefährdung lassen sich zielgenau abschätzen.

Die Diagnostik umfasst auch die allgemeine persönliche Risikogefährdung, die Beurteilung des persönlichen Sturzrisikos anhand standardisierter Tests, die statische Beurteilung des Knochengerüstes durch Röntgenaufnahmen sowie eine differenzierende Laborabklärung.

Alle Patienten erhalten einen auf sie persönlich abgestimmten Therapieplan mit weiterer Prognoseeinschätzung und Empfehlung zur gegebenenfalls anstehenden Verlaufskontrolle mittels DEXA-Messung - meist im Intervall von zwei Jahren. Die hier praktizierte umfassende Berücksichtigung der aktuellen medizinischen Standards in der Osteoporosebehandlung erlaubt eine erfolgreiche Verringerung des Knochenbruchrisikos im Verlauf von 1 bis 3 Jahren von bis zu 50 Prozent.

Speziell abgestimmte rehabilitative Behandlungspläne zur Verbesserung der Haltungskontrolle, Muskelkräftigung und Steigerung der dynamischen knöchernen Belastungsfähigkeit sind selbstverständlich im Therapieprogramm integriert. Neben der stationären Betreuung von Osteoporosepatienten über die gesetzlichen Kostenträger bietet das Zentrum auch individuelle Aufbau- und Behandlungsprogramme (Schlagwort OsteoFit) auf Selbstzahlerbasis, teilweise mit finanzieller Unterstützung einzelner Kostenträger, an.

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